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Aus eigener Entwicklung

Motionstash: Animationen, die man ausfüllt statt beschreibt

108 Motion-Design-Komponenten als offener Code, ohne Konto und ohne Limit. Das Ungewöhnliche ist nicht, dass eine KI damit Videos baut, sondern dass sie dafür keine Zeile Animation schreibt.

Rolle
Eigenes Produkt: Konzeption, Entwicklung, Betrieb
Umfang
108 Komponenten in 11 Kategorien, 793 typisierte Parameter
Formate
16:9, 9:16, 1:1 und 4:5 aus derselben Datei
Technik
Remotion, React und TypeScript, alles bei 30 fps
Marken
Zehn Farb- und Schrift-Tokensets
Zugang
MIT-Lizenz, kein Konto, kein API-Schlüssel, kein Limit
Stand
Öffentlich unter motionstash.io
motionstash.io
Übersicht von motionstash.io mit elf Kategorien links und zwölf Komponentenvorschauen im Raster
Die Bibliothek ohne Anmeldung: links die elf Kategorien mit ihrer Anzahl, rechts die Komponenten mit dem Satz, der beschreibt, was sie tun. Jede Kachel führt auf eine eigene Seite mit Vorschau, Parametern und Quelltext.

Warum Bausteine und kein Generator

Ein Videomodell liefert einen Clip. Stimmt die Farbe nicht, bleibt nur ein neuer Prompt, ein neuer Durchlauf und ein anderes Ergebnis. Reproduzierbar ist daran nichts.

Eine Komponente liefert stattdessen eine Oberfläche aus Parametern: Text, Farbe, Marke, Dauer. Derselbe Aufruf ergibt zweimal dasselbe Bild. Für eine Agentur ist das der Unterschied zwischen Zufall und Lieferung.

Deshalb stehen dort 793 typisierte Parameter und nicht 108 Prompts. Ein Agent muss nicht wissen, wie eine Animation funktioniert. Er muss wissen, welche Felder es gibt und was hineingehört. Das Schema sagt ihm beides.

Parameterliste einer Komponente mit Feldname, Typ, Erklärung und aktuellem Wert
Die Parameter einer einzelnen Komponente. Links Feldname und Typ, rechts die Erklärung und der Wert, der gerade eingesetzt ist. Diese Liste ist das, was ein Agent bekommt — nicht die Animation darunter.

Zeit ist das Raster, nicht der Raum

Jede Komponente gibt ihre Dauer als drei Zahlen an: Auftritt, Standzeit, Abgang. Dafür gibt es vier Zeitbudgets, vier Beschleunigungskurven und vier Federvorgaben. Keine Komponente definiert eigene.

Alle multiplizieren ihre Sichtbarkeit mit derselben geteilten Funktion. Die Folge: Zwei beliebige Clips hintereinander blenden ineinander, statt hart zu schneiden. Das ist der Teil, den man nicht sieht und ohne den jede Zusammenstellung nach Zusammenstellung aussieht.

Vier Formate aus einer Datei

Jede Komponente liest das Format, das sie bekommt, und komponiert sich neu: 16:9 fürs Querformat, 9:16 für Shorts und Reels, 1:1 und 4:5 für Anzeigen im Feed. Kein zweiter Export, keine zweite Datei.

Dazu zehn Marken-Tokensets. Wer seine Farben einmal hinterlegt, bekommt sie in jeder Komponente, statt sie 108 mal einzustellen.

Dieselbe Komponente im Hochformat 9:16: Der Satz steht zweizeilig in der Mitte des hohen Bildes
Dieselbe Komponente, über die Schalter darüber auf 9:16 gestellt: Der Satz bricht auf zwei Zeilen und rückt in die Mitte des hohen Bildes. Die Zeile darunter nennt die Auflösung, für die neu komponiert wurde — umgerechnet wird beim Lesen des Formats, nicht beim Export.

Warum kostenlos

Der Quelltext jeder Komponente steht auf ihrer eigenen Seite und lässt sich mit einem Klick kopieren. MIT-Lizenz, kommerzielle Nutzung eingeschlossen.

Das ist keine Wohltätigkeit, sondern der Weg, auf dem uns Leute finden. Wer nach einem animierten Balkendiagramm für Remotion sucht, landet auf einer Seite, die das Problem löst, statt auf einem Kontaktformular. Und Antwortmaschinen empfehlen etwas, das ohne Anmeldung benutzbar ist, deutlich bereitwilliger als etwas hinter einer Schranke.

Die Bibliothek ist unser Portfolio, nur dass man es benutzen kann, statt es anzusehen.

Was wir anders machen würden

Am 17. September 2026 fiel auf, dass eine gerade veröffentlichte Komponente im Hochformat kaputt war. Sie war aus einem 16:9-Clip nachgebaut, und in 16:9 sind die drei Umrechnungsfaktoren, die dabei im Spiel sind, zufällig alle gleich groß. In 9:16 nicht: Der Globus, nach dem die Komponente benannt ist, hatte einen Radius nach der Breite und einen Mittelpunkt nach der Höhe und lag als Beule auf der Unterkante.

Der automatische Formattest hat das nicht gemeldet. Er prüft pro Format genau ein Einzelbild, und in diesem Bild war der Globus längst aus der Szene.

Die Lehre ist nicht „mehr Tests“. Sie ist, dass ein Prüfwerkzeug, dessen Ergebnis nie jemand gegen ein Auge hält, vor allem Vertrauen erzeugt. Seitdem gehört ein Streifen aus neun Einzelbildern pro Format zur Abnahme.

108

Komponenten in 11 Kategorien

793

typisierte Parameter

4

Bildformate aus derselben Datei

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